Durch die Auswertung von etwa 6.000 Sendungen der „20 Uhr-Tagesschau“ aus den Jahren 1996 und 2007-2022 zeigt Ludescher auf, dass unsere mediale Welt einen blinden Fleck aufweist, wenn es sich um den Globalen Süden (sogenannte Dritte Welt- bzw. Entwicklungsländer) handelt.
Die verheerende mangelnde Nahrungsmittelversorgung in Ostafrika und der Tschadsee-Region, durch die Ende 2017 fast 37 Mio. Menschen vom Hungertod bedroht waren, und die der UN Nothilfekoordinator Stephen O’Brien als größte drohende humanitäre Krise seit der Gründung der Vereinten Nationen bezeichnet hatte, wurde in unseren Medien kaum beachtet. Auch der Jemen, wo 2017 die größte jemals in der Geschichte gemessene Cholera-Epidemie ausbrach, gehört zu den medial vergessenen Welten, denen keine Sondersendungen gewidmet werden.
Die in der Studie gesammelten Daten zeigen deutlich, dass die Verteilung der Beiträge geografisch sehr unausgewogen ist. Während dem sogenannten Westen weit überproportional hohe Aufmerksamkeit zufällt, werden zahlreiche Staaten des Globalen Südens an den Rand gedrängt oder teilweise sogar ignoriert. In der ersten Jahreshälfte 2022 wurde in der „Tagesschau“ zum Beispiel über das britische Königshaus umfangreicher berichtet als über den globalen Hunger und dem Sport mehr Sendezeit eingeräumt als allen Staaten des Globalen Südens zusammen.
Die Wanderausstellung „Vergessene Welten und blinde Flecken“ wird vom 4. Oktober bis zum 10. November 2026 in der Stiftskirche (Amtsgasse 3, 75015 Bretten) zu sehen sein. Zum Start gibt es am
4. Oktober um 17 Uhr einen Ökumenischen Gottesdienst zu Erntedank mit Pfarrer Fritjof Ziegler und
Pfarrer Harald Maiba. Darin wird Pfarrer Gunter Hauser zur Ausstellung informieren und anschließend noch für Themengespräche zur Verfügung stehen.
Und am Donnerstag, 8. Oktober, organisiert die Arbeitsgruppe „Zusammen in Vielfalt“ um 19 Uhr einen Vortragsabend mit dem Autor Dr. Ladislaus Ludescher von der Universität Heidelberg ebenfalls in der Stiftskirche.
Ein Besuch der Ausstellung kann auf folgender Website gebucht werden:
www.ev-kirche-bretten.de/hunger
Die verheerende mangelnde Nahrungsmittelversorgung in Ostafrika und der Tschadsee-Region, durch die Ende 2017 fast 37 Mio. Menschen vom Hungertod bedroht waren, und die der UN Nothilfekoordinator Stephen O’Brien als größte drohende humanitäre Krise seit der Gründung der Vereinten Nationen bezeichnet hatte, wurde in unseren Medien kaum beachtet. Auch der Jemen, wo 2017 die größte jemals in der Geschichte gemessene Cholera-Epidemie ausbrach, gehört zu den medial vergessenen Welten, denen keine Sondersendungen gewidmet werden.
Die in der Studie gesammelten Daten zeigen deutlich, dass die Verteilung der Beiträge geografisch sehr unausgewogen ist. Während dem sogenannten Westen weit überproportional hohe Aufmerksamkeit zufällt, werden zahlreiche Staaten des Globalen Südens an den Rand gedrängt oder teilweise sogar ignoriert. In der ersten Jahreshälfte 2022 wurde in der „Tagesschau“ zum Beispiel über das britische Königshaus umfangreicher berichtet als über den globalen Hunger und dem Sport mehr Sendezeit eingeräumt als allen Staaten des Globalen Südens zusammen.
Die Wanderausstellung „Vergessene Welten und blinde Flecken“ wird vom 4. Oktober bis zum 10. November 2026 in der Stiftskirche (Amtsgasse 3, 75015 Bretten) zu sehen sein. Zum Start gibt es am
4. Oktober um 17 Uhr einen Ökumenischen Gottesdienst zu Erntedank mit Pfarrer Fritjof Ziegler und
Pfarrer Harald Maiba. Darin wird Pfarrer Gunter Hauser zur Ausstellung informieren und anschließend noch für Themengespräche zur Verfügung stehen.
Und am Donnerstag, 8. Oktober, organisiert die Arbeitsgruppe „Zusammen in Vielfalt“ um 19 Uhr einen Vortragsabend mit dem Autor Dr. Ladislaus Ludescher von der Universität Heidelberg ebenfalls in der Stiftskirche.
Ein Besuch der Ausstellung kann auf folgender Website gebucht werden:
www.ev-kirche-bretten.de/hunger
Die Ausstellungstafeln sowie die Studie selbst können unter folgender Adresse kostenlos eingesehen
und heruntergeladen werden: www.ivr-heidelberg.de
und heruntergeladen werden: www.ivr-heidelberg.de
